ROLL­STUHLFECH­TEN

Mau­rice Schmidt schrammt knapp an Welt­cup-Gold vorbei

22.11.2021

Erfolg­rei­ches Wochen­en­de für die Rol­lifech­ter der SVB Fech­t­ab­tei­lung. Im ita­lie­ni­schen Pisa schramm­te ein ner­ven­star­ker Mau­rice Schmidt mit Säbel-Sil­ber knapp am Gewinn des Welt­cup­tur­niers vor­bei. Auch im Degen gelang dem Fecht-Ass mit Rang Fünf eine Top-Final­plat­zie­rung. Tim Wid­mai­er wur­de in sei­nem Degen­wett­be­werb Elf­ter und misch­te mit Rang Fünf im Säbel eben­falls vor­ne mit.

Beim „Lea­ning Tower World Cup“ kam ver­gan­ge­nes Wochen­en­de die Welt­spit­ze im Roll­stuhlfech­ten zusam­men. Mit dabei auch Tim Wid­mai­er, Mau­rice Schmidt und Chef­trai­ner Gavrila Spiridon von der SVB Fech­t­ab­tei­lung. Am ers­ten Wett­kampf­tag wur­den die Degen­wett­be­wer­be aus­ge­tra­gen. Mit zwei Sie­gen in sei­ner Setz­run­de erkämpf­te sich Tim Wid­mai­er in sei­nem Wett­kampf eine pas­sa­ble Aus­gangs­la­ge für die Direkt­aus­schei­dung. Gegen Lokal­ma­ta­dor Gian­mar­co Pao­luc­ci war Wid­mai­er von Beginn an wach. „In der zwei­ten Gefechts­hälf­te stell­te mein Geg­ner aber um“, erin­nert sich Wid­mai­er. Der Böb­lin­ger konn­te nicht mehr kon­tern, unter­lag und beleg­te am Ende Rang Elf.

Für Mau­rice Schmidt lief es in sei­nem Star­ter­feld ganz nach Plan. Der Paralym­pics­teil­neh­mer von Tokio war nach der Setz­run­de auf Eins gesetzt. Sie­ge gegen den Spa­ni­er Ayem Oskoz und den Fran­zo­sen Enzo Gior­gi folg­ten. Im Vier­tel­fi­na­le traf Schmidt auf den Welt­rang­lis­ten-Sechs­ten, Ema­nue­le Lam­ber­ti­ni. Schmidt unter­lag klar, sein Trai­ner ana­ly­sier­te klar: „Klei­ne tak­ti­sche Feh­ler haben Mau­rice den Sieg gekos­tet“. Mit sei­nem fünf­ten Rang erfocht sich Schmidt den­noch wich­ti­ge Zäh­ler für die Degen-Weltrangliste.

Am zwei­ten Wett­kampf­tag stand alles auf „Säbel“. Tim Wid­mai­er stei­ger­te sich erneut und erreich­te sou­ve­rän die Run­de der bes­ten Acht. Im Vier­tel­fi­na­le muss­te der Böb­lin­ger gegen Lau­rent Vadon (Frank­reich) auf die Plan­che. Der spä­te­re Sie­ger Vadon erwies sich an die­sem Tag zu stark, Tim Wid­mai­er erreich­te aber mit Rang Fünf die bes­ten Plat­zie­rung bei einem Säbel-Weltcup.

Mau­rice Schmidt ließ in sei­ner Setz­run­de der „Start­klas­se A“ erneut die Säbel ras­seln und erhielt dafür ein Frei­los für die Direkt­aus­schei­dung. Mit Sie­gen über den mehr­fa­chen EM‑, WM- und Paralym­pics-Medail­len­ge­win­ner Robert Citer­ne aus Frank­reich (15:5) und den Ungarn San­dor Zsol­nai (15:4) blieb er auf Medail­len­kurs. Im Halb­fi­na­le war­te­te Zsol­nais Team­kol­le­ge Richard Osvath auf Schmidt. Osvath, Paralym­pics-Zwei­ter von Rio 2016, lie­fer­te sich ein erwar­tungs­ge­mäß star­kes Duell mit dem SVBler. „Als Richard mit 14:10 in Füh­rung ging, sah das schon wie ent­schie­den aus“, erzählt Spiridon. Doch Mau­rice Schmidt zeig­te, war­um er zu den ner­ven­star­ken Ath­le­ten gehört. Mit fünf Tref­fern in Fol­ge ent­schied er das Match mit 15:14 für sich.

Für Gold reich­te es dann knapp nicht mehr. Schnell lief Schmidt einem Rück­stand gegen den Ita­lie­ner Edo­ar­do Gior­dan hin­ter­her, den er nicht mehr auf­ho­len konn­te. „Ich bin glück­lich und stolz auf die Leis­tung von Mau­rice“ lob­te ihn sein Trai­ner und auch Schmidt resü­mier­te eupho­ri­siert: „Mann, mein ers­tes Welt­cup­fi­na­le im Säbel“.

Am letz­ten Tur­nier­tag tra­ten Wid­mai­er und Schmidt mit ihren deut­schen Säbel­kol­le­gen Juli­us Haupt (PSV Wei­mar) und Fiet­je Blu­ment­hahl (TUS Mak­ka­bi Ros­tock) im Mann­schafts­wett­be­werb an. „Nach Nie­der­la­gen unter ande­rem gegen Ungarn (33:45) und Frank­reich (41:45) reich­te es „lei­der nur“ für den vier­ten Rang“, berich­tet Chef­coach Spiridon. „Wir wis­sen aber, an was wir arbei­ten müs­sen und wer­den dies im Trai­ning umset­zen“, notier­ten sich die SVB-Fecht-Asse bereits die Haus­auf­ga­ben. Nächs­te Sta­ti­on für die Roll­stuhlfech­ter wird Anfang März 2022 erneut Pisa sein.

Stef­fi Schmid

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